Die richtige Menge an Futter für deine Katze zu bestimmen, kann eine Herausforderung sein, da es von verschiedenen Faktoren abhängt, einschließlich Alter, Gewicht, Aktivitätsniveau und Gesundheitszustand. Eine ausgewogene Ernährung ist jedoch entscheidend, um sicherzustellen, dass deine Samtpfote gesund und glücklich bleibt. Hier sind einige Richtlinien, die dir helfen können, die richtige Menge an Futter für deine Katze zu bestimmen:

1. Alter und Gewicht bei Katzen
Das Alter einer Katze spielt eine wichtige Rolle bei der Bestimmung ihres Gewichts und ihrer Körperkondition. Katzen durchlaufen verschiedene Lebensphasen, die unterschiedliche Ernährungsbedürfnisse und Gewichtsveränderungen mit sich bringen. Hier sind ausführliche Beschreibungen der verschiedenen Altersstufen und ihrer typischen Gewichtsbereiche:
- Kätzchen (0-6 Monate): In den ersten Monaten ihres Lebens erleben Kätzchen ein schnelles Wachstum und benötigen daher eine reichhaltige Ernährung, um ihre Energiebedürfnisse zu decken. Kätzchen kannst du regelmäßig wiegen, um sicherzustellen, dass sie angemessen wachsen und gedeihen. Das Gewicht eines gesunden Kätzchens variiert je nach Rasse und Geschlecht, liegt jedoch in der Regel zwischen 0,5 und 1,5 Kilogramm.
- Junge Katzen (6-12 Monate): Junge Katzen, haben in dieser Lebensphase immer noch einen hohen Energiebedarf aufgrund ihres aktiven Lebensstils und ihres Wachstums. Auch in dieser Zeit kannst du das Gewicht kontrollieren, um sicherzustellen, dass sie sich zu gesunden Erwachsenen entwickeln. Du wirst es deiner Katze aber auch ansehen. Wenn sie fit und vital ist, ihr Fell glänzt und sie gut frisst, sind das gute Hinweise auf eine gesunde Entwicklung. Das Gewicht einer jungen Katze kann zwischen 2 und 4 Kilogramm liegen, abhängig von Rasse und Geschlecht.
- Erwachsene Katzen (1-12 Jahre): Erwachsene Katzen haben in der Regel ein stabiles Gewicht und eine gleichbleibende Körperkondition, vorausgesetzt, sie erhalten eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung. Das ideale Gewicht einer erwachsenen Katze hängt von ihrer Größe, Rasse und individuellen genetischen Veranlagung ab. Eine durchschnittliche Hauskatze sollte normalerweise zwischen 3 und 5 Kilogramm wiegen. Die Aktivität nimmt mit zunehmendem Alter ab. Eine 2-jährige Katze ist noch deutlich aktiver als eine 8-jährige. Wenn die Katze keine Stoffwechselerkrankung hat, wird sie immer soviel fressen, wie sie braucht.
- Seniorkatzen (12+): Im Alter von 12 Jahren und älter werden Katzen als Senioren betrachtet. In dieser Lebensphase verlangsamt sich der Stoffwechsel, und ältere Katzen neigen dazu, weniger aktiv zu sein. Dies kann zu einem Verlust von Muskelmasse und einem Anstieg des Körperfetts führen, wenn ihre Ernährung nicht entsprechend angepasst wird. Das Gewicht einer Senior-Katze kann variieren, aber sie sollten in der Regel nicht mehr als 1-2 Kilogramm über ihrem idealen Gewicht liegen, um das Risiko von Gesundheitsproblemen zu minimieren.
Es ist wichtig zu beachten, dass diese Gewichtsbereiche nur Richtwerte sind und von verschiedenen Faktoren wie Rasse, Geschlecht, Körperbau und individuellen Bedürfnissen abhängen. Unabhängig vom Alter deiner Katze ist es ratsam, immer auf ihr Verhalten, ihre Fellbeschaffenheit, ihre Fressgewohnheiten und, wenn möglich, auf ihren Kotabsatz zu schauen. So hast du gute Anhaltspunkte, ob es deiner Katze gut geht.
2. Aktivitätsniveau
Das Aktivitätsniveau deiner Katze ist ein weiterer wichtiger Faktor. Aktive Katzen, die viel spielen, herumtollen oder draußen herumstreifen, benötigen mehr Kalorien als Katzen, die einen eher gemütlichen Lebensstil führen. Wenn deine Katze viel Energie verbrennt, solltest du ihr entsprechend mehr Futter geben, um ihren Energiebedarf zu decken.
3. Gesundheitszustand
Der Gesundheitszustand deiner Katze ist von entscheidender Bedeutung für ihre Ernährungsbedürfnisse. Katzen können wie Menschen an einer Vielzahl von Gesundheitsproblemen leiden, die sich auf ihre Ernährung auswirken können. Zum Beispiel können chronische Erkrankungen wie Diabetes, Niereninsuffizienz, Schilddrüsenerkrankungen oder Magen-Darm-Probleme spezielle diätetische Anforderungen haben. In solchen Fällen ist es entscheidend, eine spezielle Diät zu wählen, die auf die Bedürfnisse deiner Katze zugeschnitten ist. In solchen Fällen sind wir ein guter Ansprechpartner um dich fachlich kompetent zur Fütterung und passenden Nahrungsergänzungen zu beraten. Die Tierheilpraktiker aus unserem Team stehen dir gerne mit Rat und Tat zur Seite.
Diabetes ist beispielsweise eine Erkrankung, die eine sorgfältige Überwachung der Kohlenhydrataufnahme erfordert. Diabetische Katzen benötigen in der Regel eine kohlenhydratfreie, proteinreiche Diät, um ihren Blutzuckerspiegel stabil zu halten. Wobei hier wichtig ist, dass Katzen generell reine Fleischfresser sind und daher auf Kohlenhydrate sowieso verzichtet werden sollte.
Bei Nierenproblemen kann eine Diät mit kontrolliertem Phosphorgehalt und hochwertigen, leicht verdaulichen Proteinquellen empfohlen werden, um die Belastung der Nieren zu verringern.
Schilddrüsenerkrankungen können den Stoffwechsel deiner Katze beeinflussen und ihren Nährstoffbedarf verändern. In solchen Fällen kann eine Diät mit einem ausgewogenen Verhältnis von Nährstoffen und spezifischen Ergänzungen, die den Schilddrüsenstoffwechsel unterstützen, erforderlich sein.
Darüber hinaus können Magen-Darm-Erkrankungen wie Reizdarmsyndrom, chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung oder Magen-Darm-Infektionen die Verdauung und die Nährstoffaufnahme beeinträchtigen. Spezielle Diäten mit leicht verdaulichen Zutaten oder spezifischen Ballaststoffquellen können in solchen Fällen hilfreich sein, um die Magen-Darm-Gesundheit zu unterstützen.
Ein Tierarzt kann eine genaue Diagnose stellen. Empfehlungen für eine geeignete Diät, die darauf abzielt, den Gesundheitszustand deiner Katze zu unterstützen und ihre Lebensqualität zu verbessern, bekommst du bei uns.
Indem die spezifischen Bedürfnisse deiner Katze berücksichtigt und ihre Ernährung entsprechend anpasst wird, kannst du dazu beitragen, dass sie ein gesundes und erfülltes Leben führt.
4.Art des Futters
Die Wahl des richtigen Futters für deine Katze ist von entscheidender Bedeutung für ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden. Es gibt Barf, Nassfutter und Trockenfutter. Hier ist eine genauere Beschreibung jeder Art von Futter:
Barf: BARF, auch bekannt als Biologisch Artgerechtes Rohes Futter, ist eine Ernährungsmethode für Haustiere, bei der rohes Fleisch, Knochen, Innereien und andere natürliche Zutaten gefüttert werden, um den Nährstoffbedarf des Tieres zu decken. Diese Methode basiert auf dem Konzept, dass die natürliche Ernährung von wilden Vorfahren wie Wölfen und Wildkatzen am besten für Haustiere geeignet ist. Hier sind die Vor- und Nachteile von BARF für Katzen:
Vorteile:
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Natürliche Nährstoffe: BARF bietet eine natürliche Quelle von Nährstoffen, einschließlich Protein, Fett, Vitaminen und Mineralstoffen, die für das Wohlbefinden und die Gesundheit von Katzen wichtig sind.
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Bessere Kontrolle über die Ernährung: Mit BARF kannst du die Zutaten und die Qualität des Futters genau kontrollieren. Dies ermöglicht es dir, die Ernährung deiner Katze individuell anzupassen und sicherzustellen, dass sie alle benötigten Nährstoffe erhält.
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Verbesserte Verdauung: Einige Katzen haben Probleme mit der Verdauung von verarbeitetem Trocken- oder Nassfutter. BARF kann für diese Katzen besser bekömmlich sein, da es sich um natürliche, rohe Zutaten handelt.
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Bessere Zahngesundheit: Das Kauen von rohem Fleisch und Knochen kann dazu beitragen, die Zahngesundheit deiner Katze zu verbessern, indem es Zahnbelag und Zahnstein reduziert.
Nachteile:
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Erhöhtes Risiko von Krankheitserregern: Rohes Fleisch und andere Zutaten können Krankheitserreger wie Salmonellen oder E. coli enthalten, die für Katzen und auch für Menschen gefährlich sein können.
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Ungleichgewichtete Ernährung: Es erfordert ein gründliches Verständnis der Ernährungsbedürfnisse von Katzen, um sicherzustellen, dass sie alle notwendigen Nährstoffe erhalten. Eine unausgewogene Ernährung kann zu Mangelerscheinungen oder Gesundheitsproblemen führen. BARF ist top, wenn du weißt, wie du deine Katze ausgewogen und bedarfsdeckend ernähren kannst.
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Zeitaufwand und Kosten: BARF erfordert eine sorgfältige Planung, Vorbereitung und Lagerung von rohem Fleisch und anderen Zutaten. Es kann auch teurer sein als verarbeitetes Katzenfutter.
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Nicht für alle Katzen geeignet: Nicht alle Katzen vertragen BARF gut. Manche haben Probleme mit der Verdauung von rohem Fleisch oder lehnen es einfach ab. Katzen die kein rohes Fleisch kennen, sind oft schwer umzustellen.
Es ist wichtig, die Vor- und Nachteile von BARF sorgfältig abzuwägen und mit einem Ernährungsberater zu sprechen, bevor du deine Katze auf diese Ernährungsmethode umstellst. Der kann Empfehlungen geben und helfen, einen individuellen Ernährungsplan zu entwickeln, der die Bedürfnisse deiner Katze berücksichtigt und ihre Gesundheit unterstützt.
Nassfutter: Nassfutter wird in sehr unterschiedlichen Qualitäten angeboten und wird in Dosen oder Portionsbeuteln verkauft. Nassfutter ist oft reicher an Protein und Nährstoffen als Trockenfutter und wird von vielen Katzen wegen seines Geschmacks und seiner Textur bevorzugt. Viele Nassfuttersorten enthalten viel Wasser. Eins ist klar: Je mehr Wasser enthalten ist, desto mehr Futter braucht die Katze. Es hat sich gezeigt, dass viele teure, scheinbar hochwertige Nassfutter einen extrem hohen Wasseranteil enthalten. Hier sollte man kritisch prüfen, was man für sein Geld bekommt. Der enthaltene Fleischanteil variiert von 4% - über 95%! Letzteres ist ideal, da Katzen reine Fleischfresser sind.
Trockenfutter: Trockenfutter ist in Form von knusprigen Brocken erhältlich und hat einen niedrigeren Feuchtigkeitsgehalt als Nassfutter. Es ist oft kalorienreicher und konzentrierter als Nassfutter, was bedeutet, dass deine Katze möglicherweise weniger davon benötigt, um ihren Energiebedarf zu decken. Trockenfutter kann bequem sein und ist länger haltbar als Nassfutter, aber es hat auch einige Nachteile. Katzen nehmen in der Natur die benötigte Flüssigkeit über ihr Beutetier auf. Die Trinkmenge bei der Trockenfuttergabe reicht dann oft nicht aus um den Körper mit ausreichend Flüssigkeit zu versorgen. Das kann das Risiko von Dehydration und Harnwegsproblemen erhöhen.
Außerdem kann Trockenfutter dazu führen, dass Katzen weniger kauen, was die Mundgesundheit beeinträchtigen und das Risiko von Zahnproblemen erhöhen kann. Außerdem enthält Trockenfutter in der Regel viele , für die Katze nutzlose oder sogar schädliche Inhaltsstoffe.
Warum Trockenfutter keine gute Option ist: Trockenfutter ist für Katzen sehr unvorteilhaft, insbesondere wenn es als Hauptnahrungsquelle verwendet wird. Der niedrige Feuchtigkeitsgehalt kann das Risiko an Harnwegsproblemen wie Blasenentzündungen und Nieren- und Harnsteinen zu erkranken erhöhen. Darüber hinaus neigen viele Trockenfuttersorten dazu, reich an Kohlenhydraten zu sein, was für Katzen als obligate Fleischfresser schädlich ist und das Risiko von Fettleibigkeit, Diabetes und anderen ernährungsbedingten Krankheiten erhöht.
Es ist wichtig, hochwertige Futtersorten zu wählen, die den Nährstoffbedarf deiner Katze optimal decken und ihre Gesundheit unterstützen. BARF und hochwertiges Nassfutter sind die besseren Optionen, da sie einen höheren Feuchtigkeitsgehalt und eine bessere Nährstoffdichte aufweisen.
5. Portionskontrolle
Ist es ist wichtig, die Portionsgröße des Futters zu kontrollieren, das du deiner Katze gibst? Überfütterung kann zu Fettleibigkeit und damit verbundenen Gesundheitsproblemen führen, während Unterernährung zu Mangelerscheinungen und anderen Problemen führen kann. Die meisten Katzen benötigen etwa 20 bis 30 Kalorien pro Pfund Körpergewicht pro Tag. Es ist jedoch wichtig, individuelle Unterschiede zu berücksichtigen.
Erfahrungsgemäß passiert übermäßige Futteraufnahme bei Katzen nur, wenn sie Futter mit Lockstoffen zu sich nehmen.
Leider enthalten sehr viele Fertigfuttermittel diese Lockstoffe. Sie werden z.B. als "verschiedene Zucker" deklariert und haben in deiner Katze nichts verloren. Das führt dann dazu, dass deine Katze übergewichtig und krank wird.
Fresssucht bei Katzen ist immer krankhaft. Neben falscher Fütterung kommen auch Stoffwechselerkrankungen und hormonelle Probleme als Ursache in Frage. Hier sollte der Sache mit Hilfe eines Tierarztes und eventuell auch einer Tierheilpraktikerin auf den Grund gegangen werden.
6. Individualität
Jede Katze ist einzigartig, daher gibt es keine Einheitslösung für die Futtermenge. Beobachte das Gewicht und das Verhalten deiner Katze und passe die Futterration entsprechend an, um sicherzustellen, dass sie gesund und in guter Verfassung bleibt. Einige Katzen haben einen schnellen Stoffwechsel und können mehr Futter benötigen, während andere weniger benötigen.
Es ist wichtig zu wissen: Bei gesunder, artgerechter Fütterung wird eine Katze nur soviel fressen, wie sie benötigt. Sollte sie trotz gesunder Fütterung übergewichtig werden, sollte der Gesundheitszustand überprüft werden - hier ist die Qualität des Futters immer kritisch zu hinterfragen, da man als Laie der Futtermittelindustrie schnell auf den Leim gehen kann.
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